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Die Angst vor dem zweiten Crash
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Mondknallschlumpf Offline
Simons Kick

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Beitrag: #1
Die Angst vor dem zweiten Crash
Obwohl es anfangs nicht so aussah hat die Wirtschaftkrise seit einiger Zeit auch die Gamesbranche fest im Griff, hunderte Mitarbeiter wurden entlassen, dutzende Studios geschlossen und Spiele gecancelt. GEE hat zu diesem Thema einen ganz interessanten Artikel veröffentlich.



Zitat:Die Angst vor dem zweiten Crash

Von Danny Kringiel, GEE Magazin


Ende der Goldgräberzeit: Die Wirtschaftskrise hat die Gamesindustrie voll im Griff. Umsätze sinken dramatisch, immer mehr Entwicklerstudios gehen vor die Hunde. Fieberhaft sucht die Branche jetzt nach einem Ausweg aus der Misere - denn sie weiß: Ihre ganze Zukunft steht auf dem Spiel.

Das Jahrtausend hatte so gut angefangen für die Spieleindustrie. Electronic Arts meldete Gewinnsteigerungen von mehr als 80 Prozent, Activision Blizzard verdiente in einem Jahr mehr als drei Milliarden Dollar, und Ubisoft freute sich über Wachstumsraten von fast 60 Prozent. Über das Internet wurden frische Vertriebswege erschlossen (Steam, Xbox live), es konnten neue und kaufkräftige Zielgruppen gewonnen werden ( Nintendo DS und Wii). Es war die Dekade, in der die Branche erstmals mehr verdiente als Hollywood im Kino. Die Käufer kauften, die Investoren investierten. Bis plötzlich die Wirtschaftskrise weltweit Geld und Jobs vernichtete. Und auch da lächelte die Industrie noch. Warum sollte sie sich von ein paar unbezahlten Immobilienkrediten in den USA nervös machen lassen? Es kam anders, und es kam schlimm.

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Florian Zeller ist nervös. So nervös, dass er nicht mit richtigem Namen genannt werden möchte. Weil die Finanzkrise ihn seinen Job als Spieleentwickler gekostet hat und er sich gerade nach einem neuen Arbeitgeber umsieht - wie viele seiner Kollegen. Das Entwicklerstudio, für das Zeller noch vor Kurzem gearbeitet hat, hatte mehrere große und international beachtete Titel veröffentlicht. Eigentlich sah alles gut aus für das aufstrebende Team. Bis zum Mai vergangenen Jahres. "Da haben wir zum ersten Mal erfahren, dass unser Publisher in den USA in Not ist", erinnert sich Zeller. Wenig später brechen dessen Finanzen zusammen. Er wird von einem anderen übernommen. Doch der weigert sich, offene Zahlungen zu begleichen -und neue Geldgeber zu finden, ist mit einem Mal praktisch unmöglich: "Die Investoren waren sehr vorsichtig", sagt Zeller: "Sie haben sich jedes Projekt zehn Mal angeschaut und sich am Ende dagegen entschieden." Bis zuletzt hofft das Studio darauf, sein Geld noch zu bekommen, doch es kommt nicht. Zellers Arbeitgeber verklagt den Publisher. "Dann haben wir drei Monate kein Gehalt mehr erhalten und schon von zu Hause aus gearbeitet", sagt Zeller. Dann: die Insolvenz. Es ist aus - jedenfalls für seine Firma. Den Publisher gibt es immer noch. Und das Geld ist noch immer nicht gezahlt worden, obwohl eine Reihe weiterer Klagen erhoben wurden. "Viele Studios sind dabei draufgegangen", sagt Zeller, "und der Publisher macht weiter Umsatz."

Die Wirtschaftskrise hat die Spielebranche mit Verzögerung erreicht - dann aber mit voller Wucht: Im vergangenen Jahr verzeichnete Ubisoft einen Umsatzrückgang von fast 200 Millionen Euro. Take-Two musste Verluste in zweistelliger Millionenhöhe verbuchen. Und der Umsatz von Electronic Arts blieb im verkaufsträchtigen Weihnachtsquartal sogar mehr als 400 Millionen Dollar hinter dem Vorjahr zurück. Der ehemalige Vorzeige-Publisher wurde besonders hart von der Krise getroffen. Bereits seit sechs Jahren hat EA mit Gewinnrückgängen und seit 2007 mit deutlichen Verlusten zu kämpfen. Um endlich wieder Profit zu erwirtschaften, hatte der Konzern einen radikalen Sparkurs eingeschlagen: Ende 2008 wurden mit einem Schlag rund tausend Mitarbeiter entlassen und eine Reihe von Spielprojekten liquidiert. Weitere Kündigungswellen folgten. Das Studio Pandemic ("Saboteur") wurde geschlossen. Ende vergangenen Jahres kündigte EA den Abbau von weiteren 1500 Stellen sowie den Abbruch von mehr als einem Dutzend weiterer Projekte an. Und der Publisher steht beileibe nicht alleine da.

Überall werden Studios zugemacht und Mitarbeiter vor die Tür gesetzt: Radical Entertainment ("Prototype") hat die Hälfte seiner Belegschaft entlassen, bei Harmonix ("Rock Band") mussten 13 Prozent der Mitarbeiter gehen, die Blizzard-Tochter Red 5 hat 56 Mitarbeiter verloren. Red Octane ("Guitar Hero"), Underground Development ("Guitar Hero: Van Halen") und Shaba Games ("Spider-Man: Web Of Shadows") gibt es nicht mehr. Sega entließ 560 Mitarbeiter, THQs europäisches Hauptquartier in Zürich wurde geschlossen, und Microsoft hat das für den Traditionstitel "Microsoft Flight Simulator" zuständige ACES-Studio aufgelöst.

Die fetten Jahre sind vorbei. Das bekommen auch jene zu spüren, die ihren Job noch nicht verloren haben. So fiel etwa auf der jüngsten Branchenmesse E3 auf, dass Publisher nicht einmal mehr ihren eigenen Mitarbeitern Catering stellten. Derweil wird die Lage für jene, die noch Arbeit haben, immer härter. In Internetforen kursieren Horrorberichte über Dumpinglöhne und andauernde Sieben-Tage-Wochen bei EA. Es wird von Arbeitszeiten berichtet, die von sechs Uhr früh bis neun Uhr abends gehen - ohne Essenspausen -, und von Entwicklern, die gleich mit dem Schlafsack zur Arbeit kommen. In einem offenen Brief haben kürzlich die Ehefrauen mehrerer Entwickler bei Rockstar San Diego sogar mit einer Klage gedroht, sollten sich die Arbeitsbedingungen nicht bessern: Die ständigen Überstunden ohne Freizeitausgleich, durchgearbeitete Wochenenden und cholerische Vorgesetzte würden die Angestellten in Depressionen und Selbstmordabsichten treiben. Die Gürtel werden überall enger geschnallt - so eng, dass so manchem fast die Luft wegbleibt.

Doch jetzt zeigt sich immer deutlicher: Das alleine reicht nicht. In der Spieleindustrie wird sich etwas grundsätzlich ändern müssen. Nur: Was soll geschehen? Wo ist der Weg der Weltwirtschaftskrise? Und wer wird noch auf der Strecke bleiben? Das sind derzeit die größten Fragen. Alle Publisher suchen händeringend nach Antworten - und zwar in völlig verschiedenen Richtungen. Entwickler Florian Zeller vermutet, dass die meisten von ihnen sich in Konservatismus flüchten werden: "Von der Krise ist jeder betroffen - auch private Haushalte", sagt er, "das heißt: Es wird derzeit kaum Geld für Spiele ausgegeben. Und wenn, dann kaufen sich die Leute nur noch Blockbuster." Es könnte also so kommen, dass in den kommenden Jahren noch mehr Fortsetzungen erfolgreicher Spiele entstehen. "AAA-Spiele" heißen solche Games im Analystenjargon, "Triple-A" steht für "drei Mal A", und jedes "A" steht für Verkaufspotenzial - nicht unbedingt für Qualität. "Der sicherste Platz ist im Triple-A-Bereich", hat Take-Twos Vorstandschef Strauss Zelnick kürzlich verkündet und damit auf Blockbuster-Fortsetzungen wie "Bioshock 2", "Mafia 2" oder "Max Payne 3" angespielt, auf die sich seine Firma derzeit konzentriert. Doch das kann gefährlich sein, wie die Verkaufszahlen des vergangenen Jahres zeigen: Auf dem ersten Platz steht "Call Of Duty: Modern Warfare 2", von dem in den USA, Japan und Großbritannien 11,86 Millionen Exemplare über den Ladentisch gingen. "Wii Fit Plus", nur drei Ränge darunter, hat sich nicht einmal halb so oft verkauft. Die Luft ist also äußerst dünn auf dem Gipfel des Spielemarkts. Und: AAA-Spiele sind sehr teuer in der Herstellung. Es können also weniger Spiele produziert werden. Und das Risiko, mit Millionenaufwand Millionen zu verlieren, weil das Spiel nicht hält, was sich die Spieler versprechen, wächst immens.

Ubisoft versucht sich derweil in Schadensbegrenzung. Die Franzosen bemühen sich, den erheblichen Verlusten beizukommen, die sie durch Raubkopien erleiden. Und das mit drastischen Mitteln: Ein neuer Kopierschutz verlangt eine ständige Internetverbindung zu einem Sicherheitsserver, während das Spiel läuft. Dass gerade Ubisoft so massiv gegen Raubkopierer vorgeht, hat einen Grund: Während sich viele Hersteller wegen der ausufernden Piraterie verstärkt aus dem PC-Bereich zurückgezogen hatten, ist Ubisoft dort mit Reihen wie "Anno" und "Die Siedler" immer noch stark vertreten. Sollte es der Publisher schaffen, den Schaden einzugrenzen, könnte es ihm also sogar gelingen, einen potenziell riesigen Markt wieder für sich zu gewinnen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Allerdings stößt der Kopierschutz auf Unmut, da eine Unterbrechung der Netzverbindung zum sofortigen Spielstillstand führt. Und ist der Spieler wieder online, wird er - etwa bei "Assassin's Creed 2" - zum letzten Speicherpunkt zurückgesetzt.

Eine weitere Tendenz, die bei mehreren Publishern zu beobachten ist: die verstärkte Konzentration auf Casual Games. Die sind bei Spielern beliebt, da sie meist als Downloads unkompliziert erhältlich sind und billiger angeboten werden als Vollpreistitel. Gerade in den vergangenen Jahren haben Titel wie "Peggle" oder "World Of Goo" Millionen begeistert. Dass deren Grafik an die von großen Titeln nicht heranreicht, ist dabei kein Nachteil. Bob Iger, Chef von Disney Interactive, hat zum Beispiel konstatiert, dass sich seine Marken als Casual Games für Nintendos DS und Wii am besten verkaufen würden - weshalb der Konzern sich in Zukunft stärker auf diese Plattformen konzentrieren wolle. Auch bei Electronic Arts wird seit längerer Zeit beobachtet (und wohl noch länger kritisch beäugt), dass immer mehr potenzielle Kunden gar kein oder nur noch wenig Geld für Games ausgeben und stattdessen lieber Casual Games in sozialen Netzwerken spielen. Entsprechend hat EA trotz seiner Millionenverluste rund 300 Millionen Dollar in den Kauf des Entwicklerstudios Playfish investiert, das mit Facebook-Spielen wie "Pet Society" und "Crazy Planets" erfolgreich ist. Das kann ein kluger Schachzug sein. Denn während der etablierte Teil der Spielebranche immer tiefer in den Krisenstrudel hinabgezogen wurde, konnten die Entwickler von Browser- und "Social Games" Erstaunliches vermelden: Es ging ihnen von Tag zu Tag besser.

"Gerade in diesem Bereich ist Deutschland stärker vertreten als andere Länder", sagt Olaf Wolters, der Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware. Es ist ihm wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Krise hierzulande weniger schlimm wütet als in den USA. "Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen", sagt er, "unser Markt ist mit etwa drei Prozent wesentlich weniger geschrumpft. Und gerade bei den Online- oder Browserspielen gibt es noch gute Entwicklungsmöglichkeiten."

Deshalb ist Nils Henning auch gar nicht nervös. Entspannt plaudert er über seine Firma Big Point Games, denn die sei der größte Browsergame-Entwickler in Deutschland und einer der größten drei Hersteller weltweit. Das "Wall Street Journal" hat sie als "Pionier des Browsergames" bezeichnet, da es ihr gelungen ist, den einst an spröde Tabellenkalkulationen erinnernden Games einen modernen Anstrich zu verleihen. Big Point macht MMOGs wie das Piratenspiel "Seafight" sowie Sportspiele und Autorennen, deren 3D-Grafik nur wenige einem Browserspiel zugetraut hätten. Und der Laden brummt: Mehr als 100 Millionen Nutzer haben die Hamburger - und jeden Tag, so Henning, kommen etwa 200.000 Kunden hinzu. "Die Krise hat für uns keine negativen Folgen gehabt", sagt Henning, "derzeit peilen wir von Jahr zu Jahr etwa eine Verdoppelung unserer Umsätze an."

Das sind Zuwächse, von denen die traditionelle Gamesindustrie nur träumen kann. Wie man sich wohl so fühlt als Krisengewinnler? Henning lacht. "Wir haben in der Tat ein wenig von der Krise profitiert", sagt er: "Mit ihr hat sich das Konsumentenverhalten geändert. Die Leute sind sparsamer geworden." Und dort setzt das Geschäftsmodell von Big Point an: Bezahlen muss niemand. Man kann es tun, um sich hilfreiche Items - etwa ein besseres Piratenschiff - zu kaufen. Man kann sie sich aber auch ohne Geld erspielen. "Nur etwa zehn Prozent der Spieler bezahlen etwas", sagt Henning, "aber bei Millionen Usern ist das profitabel." Hinzu kommt, dass die Produktion eines Browserspiels weitaus weniger Zeit und Geld verschlingt als ein traditioneller Titel. Das bedeutet: Das Risiko, einen Flop zu landen, ist zwar vorhanden, aber der finanzielle Verlust wäre kleiner als bei einem AAA-Spiel - ein Grund, warum auch renommierte Konzerne verstärkt auf solche Games setzen.

Derzeit kann noch niemand vorhersagen, wie die Krise die Spielebranche prägen wird. Aber es wäre nicht die erste, aus der sie gestärkt hervorgehen würde. Erst Mitte der achtziger Jahre gab es den großen "Video Game Crash", der die gesamte Industrie zusammenbrechen ließ und in einen Dornröschenschlaf versetzte. Viele Analysten hielten sie damals bereits für tot. Und doch wurde sie wach geküsst. Ein paar Jahre später - von einem Klempner namens Mario.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1...90,00.html
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.03.2010 19:10 von pil.)
20.03.2010 17:59
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Urgs Offline
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Beitrag: #2
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Habs mal nach "Konsolentreff" verschoben, weils nicht wirklich "News" ist und halt auch nicht selbstverfasst.
20.03.2010 18:08
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Zimtzicke Offline
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Beitrag: #3
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Schön, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine stehe.

Jeder Crash ist eine Chance. Ich sage aber immernoch, dass die Auswirkungen dieser Krise vielen Spielern nicht gefallen werden.
20.03.2010 18:08
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Mondknallschlumpf Offline
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Beitrag: #4
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
(20.03.2010 18:08)Urgs schrieb:  Habs mal nach "Konsolentreff" verschoben, weils nicht wirklich "News" ist und halt auch nicht selbstverfasst.

Stimmt, passt wahrscheinlich besser hierher.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.03.2010 18:11 von Mondknallschlumpf.)
20.03.2010 18:10
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xbox360besitzer Offline
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Beitrag: #5
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Wenn ich schon daran denke, dass in Zukunft mehr Ressourcen in Browsergames gesteckt werden, wird mir sowas von schlecht. Es ist toll, dass jeden Tag zichtausende nicht Gamer, diese anspruchlosen zocken und auch noch gut finden. Ich persönlich kann damit nichts anfangen. Sollte es irgendwann mal soweit kommen, bin ich hoffentlich zu alt um noch einen Controller halten zu könnenWallbash
20.03.2010 18:42
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flexx Online
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Beitrag: #6
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
(20.03.2010 18:42)xbox360besitzer schrieb:  Wenn ich schon daran denke, dass in Zukunft mehr Ressourcen in Browsergames gesteckt werden, wird mir sowas von schlecht. Es ist toll, dass jeden Tag zichtausende nicht Gamer, diese anspruchlosen zocken und auch noch gut finden. Ich persönlich kann damit nichts anfangen. Sollte es irgendwann mal soweit kommen, bin ich hoffentlich zu alt um noch einen Controller halten zu könnenWallbash

Solange bis dahin meine Xbox und Halo 1 noch läuft und meine Kumpels und ich noch nicht unter der Erde liegen, ist mir das Furz egal.
20.03.2010 19:02
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Mondknallschlumpf Offline
Simons Kick

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Beitrag: #7
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Vor Browsergames muss man glaube ich überhaupt keine Angst haben. Das Geschäftsmodell mit Bezahlcontent funktioniert bei erfolgreichen Spielen derzeit ziemlich gut, weil es bei den billigen Herstellungskosten schon reicht, wenn nur 3% aller Spieler was kaufen.
Aber sobald sich aufgrund des Erfolges immer mehr dieser Spiele dort tummeln, bricht das Konzept meiner Meinung nach zusammen.
20.03.2010 19:20
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Zimtzicke Offline
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Beitrag: #8
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Zusammenbrechen vielleicht nicht. Aber die Blase, dass hier das grosse Geld abgegriffen werden kann, wird auf jeden Fall platzen. Und dann geht's auf zur nächsten Geschäftsidee...
20.03.2010 19:21
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The Schenckman Offline


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Beitrag: #9
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Der Crash wird kommen.
Mich kotzen die "immer wieder selben" Spiele schon an.
Klar.Geil sind sie trotzdem irgendwie.
Aber halt immer wieder das Selbe.
Aber mal was neues innovatives wird gleich kaputt gequasselt.
Bald wird sich kein Publisher das mehr leisten können.
Aber ich muss sagen,dass mir das egal wäre.
Dann spiele ich halt wieder ein paar Jahre was anderes.
Hab ja den ersten Crash auch mitgemacht.
Und lebe noch! Smile
20.03.2010 19:57
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Mondknallschlumpf Offline
Simons Kick

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Beitrag: #10
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Der Crash wird sicherlich nicht kommen, es sei denn man will ne Marktschrumpfung als Crash bezeichnen. Dafür sind Videospiele heutzutage viel zu sehr im Alltag verankert und es wird zu viel Geld damit verdient, als dass sich so ein Crash wie in den 80er Jahren unter realitischen Bedingungen wiederholen könnte.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.03.2010 21:54 von Mondknallschlumpf.)
20.03.2010 21:53
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MouseMan Offline
just me

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Beitrag: #11
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Ich habe gestern Abend den Artikel auch noch gelesen auf Spiegel Online und habe mir überlegt ob ich ihn hier posten soll. Ich fand ihn recht interessant, spiegelt meine Ängste um mein Hobby recht gut wieder. Spiele sind heutzutage mehr denn je Produkte, die verkauft werden müssen, der Inhalt ist völlig egal (siehe MW2).

Außerdem habe ich gelernt, dass die drei "A" für einen "AAA-Titel" nicht etwa seine ausgezeichnete Qualität wiederspiegeln sollen, sondern die erwarteten und erhofften Verkaufszahlen. Das erklärt natürlich, warum ich viele sogenannte Triple-A Titel für Müll halte ugly

Was mir persönlich auch sorgen macht ist das Empfinden vieler Leute, einschließlich mir, dass ein neues Spiel eigentlich nie 50€ Wert ist. Zufrieden mit dem Kauf eines Spieles bin ich immer nur, wenn ich maximal 30€ ausgegeben habe, weil ich nur dann das Gefühl habe, für mein Geld einen entsprechenden Gegenwert erhalten zu haben. Einigen Freunden von mir, wie auch Stimmen im Internet, berichten Ähnliches. Nur leider halte ich den einzigen Ausweg daraus die Entwicklung einziartiger Spiele, dass man etwas wirklich neues in der Hand hält. Fifa10 ist die Vorgängerversion mit ein paar neuen Animationen, im Nachhinein fühle ich mich bei dem Kauf verarscht. ME2 war ein Gears of War Klon, langweilig und schon dagewesen, auch hier fühle ich dass ich für mein Geld keinen entsprechenden Gegenwert erhalten habe.

AC2 war mein erstes Assassins Creed, das war was neues für mich und ich hatte viel Spass mit dem Spiel und nie das Gefühl, für mein Geld keinen entsprechenden Gegenwert erhalten zu haben, ebenso bei ME1.

Rennspiele kann ich da ausnehmen, die machen mir irgendwie so gut wie immer Spass wenn sie nicht auf Arcade-Krachbumm-Action ausgelegt sind.

Da die Publisher aber durch die Krise noch viel weniger Neues auf den Markt werfen werden, befürchte ich für meinen Spielspass in Zukunft schlimmes. Ich bin einfach zu schnell gelangweilt bei schonmal dagewesenen Sachen.

Es gibt sicher noch mehr zu diesem Artikel zu sagen, aber ich bin noch zu müde jetzt mehr zu schreiben, es ist ja noch früh am Morgen und meine erste Tasse Kaffee bin ich grad am Austrinken Wink
21.03.2010 12:29
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Colony W. Offline


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Beitrag: #12
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Die Hardwarebasis der aktuellen Konsolen und Handhelds ist einfach zu verbreitet als das ich einen Crash erwarte. Natürlich kann die Industrie sich selbst schaden und nur noch Müll veröffentlichen den dann keiner mehr kauft. Seh ich aber nicht, die Komunikationsplattform namens Internet wird vorher deutlichst warnen.
21.03.2010 12:46
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Urgs Offline
Nasenabschneider

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Beitrag: #13
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Ein schrumpfender Markt könnte auch bedeuten, dass einer der Konsolenhersteller die Segel streicht. Imo ist ohnehin einer der drei überflüssig. Ich fänds auf jedenfall gut, wenn es in der nächsten Generation nur noch zwei Konsolen gibt. Auf welche ich am meisten verzichten könnte, ist natürlich auch klar. Laughing7
21.03.2010 12:46
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Zimtzicke Offline
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Beitrag: #14
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
(20.03.2010 21:53)Mondknallschlumpf schrieb:  Der Crash wird sicherlich nicht kommen, es sei denn man will ne Marktschrumpfung als Crash bezeichnen. Dafür sind Videospiele heutzutage viel zu sehr im Alltag verankert und es wird zu viel Geld damit verdient, als dass sich so ein Crash wie in den 80er Jahren unter realitischen Bedingungen wiederholen könnte.

IMO stecken wir mitten in diesem Crash. Ich sehe in diesem Crash allerdings nicht den drohenden Niedergang wie in den 80ern. Dafür ist die Branche heute zu gross und allgegenwärtig. Damals war die Branche ein Mückenschiss auf der Landkarte, heute ist sie eine tragende Säule im Entertainmentbereich.
21.03.2010 12:46
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Mondknallschlumpf Offline
Simons Kick

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Beitrag: #15
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
Eben, und deshalb ist "Crash" als Bezeichnung auch viel zu dratisch, ein Crash wäre was ganz anderes, immerhin bedeutet er quasi von 100 auf 0.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.03.2010 13:46 von Mondknallschlumpf.)
21.03.2010 13:45
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Nasreddin Online
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Beitrag: #16
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
2010 wird genial. Das beste Jahr der Gen.

Aber nur, weil wir jetzt die ganzen Spiele bekommen, die vor der Krise grünes Licht bekommen haben. Ich bin gespannt, was die E3 bringt, aber so wenige Titel, wie momentan für 2011 bekannt sind, das ist schon extrem und besorgniserregend. Die Publisher fahren ihre Investitionen in klassische Spiele zurück. Das ist nicht von der Hand zu weisen.
21.03.2010 14:07
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Zimtzicke Offline
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Beitrag: #17
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
(21.03.2010 13:45)Mondknallschlumpf schrieb:  Eben, und deshalb ist "Crash" als Bezeichnung auch viel zu dratisch, ein Crash wäre was ganz anderes, immerhin bedeutet er quasi von 100 auf 0.

Das liegt aber jetzt auch ein wenig an deiner Definition des Begriff Crashs.

Es gab auch einen Banken-Crash. Oder Immobilien-Crash. Oder Börsen-Crash. Oder Autobranchen-Crash. Bei allen Crashs bedeutete dies aber nicht den Sturz auf 0.

Zudem haben wir hier auch noch den Umstand, dass einige wenige Titel mit sehr hohen VKZ (MW2, Nintendo-Titel) die Umsätze der Branche gesamt noch halbwegs stabil hielten. Wie in deinem Artikel zu lesen war, ist der Begriff Crash für tausende Entwickler und Studios durchaus Realität.
21.03.2010 14:11
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Mondknallschlumpf Offline
Simons Kick

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Beitrag: #18
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
(21.03.2010 14:11)Zimtzicke schrieb:  
(21.03.2010 13:45)Mondknallschlumpf schrieb:  Eben, und deshalb ist "Crash" als Bezeichnung auch viel zu dratisch, ein Crash wäre was ganz anderes, immerhin bedeutet er quasi von 100 auf 0.

Das liegt aber jetzt auch ein wenig an deiner Definition des Begriff Crashs.

Es gab auch einen Banken-Crash. Oder Immobilien-Crash. Oder Börsen-Crash. Oder Autobranchen-Crash. Bei allen Crashs bedeutete dies aber nicht den Sturz auf 0.

Naja, das kann man imo auch anders sehen. Bei allen o.g. Chrashs wäre es ein Sturz auf quasi 0 gewesen, wenn der Staat nicht unterstüzend eingegriffen hätte.
21.03.2010 16:28
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Beitrag: #19
RE: Die Angst vor dem zweiten Crash
(21.03.2010 16:28)Mondknallschlumpf schrieb:  Naja, das kann man imo auch anders sehen. Bei allen o.g. Chrashs wäre es ein Sturz auf quasi 0 gewesen, wenn der Staat nicht unterstüzend eingegriffen hätte.

Dazu gibt es zumindest unterschiedliche Meinungen, aber das würde in diesem Thread zu weit führen. Wink
21.03.2010 16:29
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